Spielvorstellung: PlayerUnknown’s Battlegrounds

Letztes Update: 09.11.2018

Arbeit, Kinder, Battlefield … wie auch immer die Ausreden lauten mögen. Irgendwann hat es die ursprüngliche 0815-Runde zerstreut. CS:GO spielen zwar noch einige – und hey, CS:GO is life – der Rest aber besteht heute aus Battlefield-Spielern. Mitte 2017 zwischen BF1 und BFV aber kam wie aus dem Nichts ein neues Genre: Battle Royale. Das Spiel unserer Wahl: PlayerUnknown’s Battlegrounds (kurz PUBG). Wie zwischendurch mal Rocket League, war der Battle Royal Shooter der nächste unumgänglichen Spieletrend. Die Spielerzahlen sind in kürzester Zeit durch die Decke gegangen, jeder spielte nur noch PUBG. Wir haben die Chance genutzt um mal wieder mit allen zusammen zu spielen.

Player Unknown’s Battleground. Quelle Internet

Kurze Info: Woher kommt das Spiel?

Brendan ‘PlayerUnknown’ Greene ist der Initiator des Spiels. Bereits mit seiner MOD DayZ:Battle Royale hat er Blut geleckt und nun ein standalone Game daraus gemacht. Das Entwicklerteam hinter ihm ist Butthol.. ich meine Bluehole. Angekündigt im Sommer 2016, hat das 35 Mann starke Team bis März 2017 eine Early Access Version entwickelt, welche bis zum Dezmber angehalten hat. Auch nach dem offiziellen Release ist der Preis bei 30 EUR geblieben. Im September 2017 war das Entwicklerteam bereits auf 90 Mitarbeiter aufgestockt. Bis Juni 2018 wurde das Spiel über 50 Millionen mal verkauft. Neben der PC Version gibt es seit Dezember 2017 auch eine XBOX und später auch noch eine Mobile-Version.

Die Idee hinter dem Spiel kommt aus dem Film Battle Royal von 2000. Genau wie in The Hunger Games (Die Tribute von Panem) geht es in dem Film um eine Gruppe von Menschen die in eine Arena (Landschaftsabschnitt oder eine Insel) geworfen wird und so lange töten muss, bis nur noch einer übrig ist. Last Man Standing eben. Soweit sollte das jeder schon mal mitbekommen haben.

In den Steam-Charts ist das Spiel nun seit Längerem auf Platz 1 und hat im Oktober 2017 mit 2 Millionen gleichzeitig aktiven Spielern den Rekord auf Steam geknackt und damit DOTA 2 abgelöst. Das ist doch mal ein Grund sich das Ganze anzugucken.

Technisch sollte das Spiel für die Battlefield-Spieler unter uns ein herber Rückschritt sein. Bis zum offiziellen Release fehlte noch die Kletter-Animationen, was schon ziemlich trashig wirkte. Einer der Einsteiger-Tipps ist die Grafikeinstellung für die Flora runter zustellen, um kein Nachteil gegenüber anderen Spielern zu haben, was der Optik des Spiels ebenfalls nicht gut tut. Keine Einsteige-Animation für Fahrzeuge, unsauberes Fahrgefühl … nun ja, darin liegt halt nicht die Stärke des Spiels. Nach diesem ersten Eindruck wurde ich gestern schnell davon überzeugt das es in Battlegrounds um etwas anderes gehen muss. Im Folgenden erkläre ich die grundlegende Spielmechanik in der Hoffnung das wir uns bald auf dem Battleground treffen. Vorweg noch schnell ein Trailer:

Spielprinzip Hunger Games

PUBG Lobby; Quelle Internet

Bis zu 100 Spieler treffen sich in einer Lobby (siehe Screenshot). Sobald ein Timer abläuft sieht man einen militärischen Transportflieger auf Festland zufliegen, in dem sich nun alle Spieler aus der Lobby befinden. In der ersten Minute nach Rundenstart disconnecten meistens noch einige wenige, weshalb sich die Anzahl er wahren Spieler meistens zwischen 90 und 100 bewegt. Sobald sich das Flugzeug über dem Land befindet – was man auch über eine Karte am unteren Bildschirm sehen kann (oder “M” drücken) – springen am laufendem Band Leute aus dem Flieger. Man sollte versuchen über eines der Häuser oder sonstigen Locations in der offenen Landschaft abzuspringen um möglichst schnell an Ausrüstung, sprich Waffen zu kommen. Nach einiger Zeit im Freien Fall öffnet sich selbstständig der Fallschirm. Nun kann es los gehen: das eben erwähnte Looten. Selten landet man alleine in einer Ecke, so dass es ziemlich schnell an den ersten Kampf geht. Danach kann es aber etwas ruhiger werden, in dem sogenannten Mid Game. Im End Game geht es dann aber wieder zur Sache und das Adrenalin schießt durch die Decke. Denkt dran vorher frische Windeln anzuziehen.

Das Problem bei DayZ war immer das ein Spiel unendlich lange ging. So wurde ein Server gejoint und einige hatten sich bereits bis unter die Zähne bewaffnet. Bei Battlegrounds starten alle Spieler gemeinsam. Alle paar Minuten verkleinert sich die blaue Zone (Blue Zone) und der Spielbereich (Safe Zone) wird immer kleiner. Gerät man in die Blue Zone, bekommt man je nach Spielstand (die wievielte Zone in einer Runde) unterschiedlich schnell Energie abgezogen. Sollte man einmal den richtigen Moment verpasst haben sich Richtung Mitte zu bewegen, ist es ohne Fahrzeug fast unmöglich in der Safe Zone zu bleiben,  (ausgenommen auf der kleinsten Map Sanhok, dazu später mehr). Das Zentrum des Kreises liegt dabei übrigens immer an einer anderen Stelle.

Neben dieser Mechanik, die das Match spätestens nach 35 Minuten zu einem Ende bringt (27 Minuten beim Mini-Royal), gibt es auch noch die zufällig erscheinenden roten Zonen. Diese werden für einen kurzen Zeitraum bombardiert, man sollte sich also schnell aus diesen raus bewegen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit relativ gering das ihr getroffen werdet (hehe, sicher?). Und wird euer Auto getroffen, seit ihr übrigens alle auf einen Schlag tot. Als letztes Element gibt es noch die Support-Drops, welche per Flugzeug abgeworfen werden, in denen sich besondere Ausrüstung und stärkere Waffen befinden.

So, damit sollte das Spielprinzip klar sein. Anschließend gebe ich noch Infos zu den Spielmodi, ein paar Einsteiger Tipps und erläutere gaaanz kurz die Maps.

Spielmodi

Es gibt Solo (FFA, Alle gegen Alle), Duo (in Paaren, 50 Teams) und Squad (4 Spieler pro Squad, 25 Teams). Ist ein Mitspieler im Duo- oder Squad-Modus gestorben, spielen die Anderen weiter. Bevor man ganz tot ist, hat man aber noch eine gewisse Zeit um seinem Squadmate wieder aufzuhelfen. Im Squad-Modus kann man auch zu dritt, zweit oder auch alleine antreten.

Alle Modi gibt es jeweils als 3rd Person und 1st Person Modi. Letzteres ist ein wenig eSport-tauglicher da man das Sichtfeld aus dem 3rd Person Modus nicht missbrauchen kann (um Ecken gucken, über Anhebungen hinweg gucken usw.). Wir spielen allerdings eher TTP, hat sich einfach so eingebürgert.

Außerdem gibt es die Events bei denen neue Modi getestet werden. Und Custom Games bei denen man seine Einstellungen beliebig bis ins kleinste Detail anpassen kann. Dann muss sich nur noch die Lobby füllen … Na und seit neustem gibt es einen Conqest Mode. Ach und Zombie-Modus (noch nie gespielt).

Welcome to the Battleground: Die Maps

Es gibt mittlerweile drei Maps. Zwei davon sind 8*8 km groß und eine 4*4, wobei letzteres im Spiel derzeit als “Mini-Royal” betitelt wird.
Die Map aus der Early Access, auch Erangel genannt, stellt eine Insel da und spielt irgendwo in Osteuropa. Auf der zweiten Map Miramar landet man irgendwo in der Wüste oder an leicht grünen Hängen irgendwo in Mexiko. Sanhok spielt auf einer leicht Dschungel angehauchten Insel mit Bootcamps, Militärlagern, einer Höhle in Thailand – einem wahren Urlaubsparadies eben.
Auf allen Maps gibt es alleine durch die Größe viel zu entdecken, was neben dem Geballer ja auch Spaß macht. Dazu wurde sogar noch eine weitere Map im Schnee, passender Weise für Dezember angeteasert.

Der Unterschied zwischen den Maps ist eben ein mal die Flora und Fauna, aber auch die Größe. Miramar ist ein Stück größer als Erangel (beide sind verdammt groß) und auch die Städte sind hier eine ganze Ecke größer, inklusive Hochhäuser. Sanhok ist wie erwähnt nur halb so groß und kann auch locker ohne Fahrzeuge gemeistert werden. Außerdem haben die Karten spezifische Fahrzeuge, so gibt es auf Erangel den Jeep und Dacia, auf Miramar einen Pickup, VW-Bus und ein Musclecar, auf Sanhok ein Moped und eine Autorikscha. Miramar ist durch Gebirge und Wasser begrenzt, Erangel und Sanhok sind beides eine Insel.

Meine erste Runde im August 2017: Ich habe mich einfach irgendwo auf Erangel wo weniger Häuser waren abwerfen lassen und bin auf Platz 20 von 100 gelandet. Mit einem Kill. Ich würde sagen, ich hatte Glück, aber durch die vorsichtige Vorgehensweise kennt diesen Anfang wohl jeder der heute Battle Royal spielt. Die zuerst sterben sind sowieso diejenigen die in die Ballungszentren springen. Soll nur heißen, es ist ein leichter Einstieg in PUBG.

Die folgenden Karten würde ich mir für später aufbewahren, bzw. die solltet ihr mal gesehen haben. Hier gibt es die interaktive Version auf pubgmap.io.

Weit verbreitete Karte vom Reddit-User /r/ShatterNL
Loot- und Spawn-Map für Miramar. Quelle mmozone.de

Waffen und Fahrzeuge

Es gibt über 20 Main Weapons, darunter klassische Sniper, ARs (Automatic Rifles) wie die AK oder eine M4, SMGs z.b. die UMP, Schrotflinten und zwei LMGs. Einige der Waffen finden sich nur in dem oben erwähnten Drop, welcher zufällig mehrmals während einer Runde vom Flugzeug abgeworfen wird. Außerdem gesellen sich zu den Primärwaffen noch 6 Pistolen, 4 Grenatentypen (HE, Flash, Smoke, Molotow), 4 Melee Weapons und über einige Attachments (Griffe, Visiere, usw.).

Des Weiteren gibt es Armor und Klamotten. Diese Gegenstände und die Waffen (Loot) liegen meist in Gebäuden, Hallen, oder unter freien Himmel auf Kisten, Tischen und Bänken. Die seltenen Gegenstände gibt es in den sogenannten High-Loot Bereichen. Dazu gehören unter anderen Häfen, größere Städte, eine Schule (Erangel), große Krater (Miramar), Prison (beide), ein Kraftwerk (Erangel) und sogar eine Militärbasis (auf allen Maps). Auf Sanhok, der kleineren Map ist überall High-Loot-Bereich und der Spawn von Gegenständen ist grundsätzlich wesentlich höher, so das es schneller ums Ballern geht als ums Looten.

Meine persönlichen Favoriten der spielbaren Gegenstände in PUBG sind aber die Fahrzeuge: Jeep, Dacia oder PKW, Buggy, Truck, Pickup-Truck, Merado oder Musclecar, VW-Bus, Motorräder, auf Sanhok noch der Motorroller, ein eigener Pickup und eine Autorikscha. Dazu kommen noch Boote (Motorboot und Jetski).

Einsteiger Tipps für das Battle Royale

  • Mit ALT gedrückt kann man sich umgucken ohne das man an Laufgeschwindigkeit einbüßt
  • Mit der Taste “B” könnt ihr den Feuermodus (Singleshot etc.) wechseln. Standardmäßig ist nämlich immer Singleshot voreingestellt.
  • Autos und Buggys stehen zufällig und rar verteilt am Straßenrand oder in Garagen, solange die nicht schon wer mitgenommen hat.
  • Springt als Anfänger lieber irgendwo über unbesiedelten Gebiet ab, aber über einem Haus oder Ähnlichem. Sonst seid ihr direkt tot.
  • Guckt im Flugzeug auf die Map und springt kurz vor eurem gewünschten Landepunkt ab, und lenkt danach direkt steil nach unten. So seid ihr schneller auf dem Boden als Andere.
  • Manchmal hilft es auch die Türen hinter euch schließen. Die Left 4 Dead Spieler kennen das. Aber anstatt Zombies können euch Spieler folgen, die sonst die Tür aufmachen müssten was ihr dann gehört hättet. Außerdem verwischt ihr so eure Spuren.
  • Wenn die Sonne scheint im Schatten bleiben, da man dort deutlich schlechter für die Gegner sichtbar ist.
  • Classic Ego-Shooter Regel: don’t shoot if you can’t get the kill
  • Immer mal wieder auf die Map gucken. Zu Fuß kann man die Zone je nach Standort nicht mehr einholen wenn man sich eben an dieser vor der Verkleinerung aufgehalten hat.
  • Ihr könnt mit “F” oder mit TAB (oder “I”) Gegenstände aufnehmen. Besser ist mit TAB, da es schneller geht und ihr Attachments und Rucksackvolumen immer direkt im Überblick habt. Um keinen Headshot-1-Shot zu kassieren, kann man sich in der Inventar-Anischt auch noch mit “WSAD” bewegen.
  • Verbände, Energiedrinks und Pillen heilen über Zeit; Energie-Kisten und der sehr seltene Koffer heilen mit einem Schlag. Die Kiste und Verbände heilen allerdings nur bis 75%, ab da heilen nur noch die Energiedrinks und Pillen.
  • Wenn man in der Standardeinstellung “einfügen” drückt, sprintet man automatisch und kann in ruhe auf Klo gehen.
  • Wenn man sich mit “alt” umschaut und dann sprintet, ändert sich in Windows das Tastaturlayout (Sprache). Um das zu deaktivieren, folgende “kurze” Anleitung: Systemsteuerung > Zeit, Sprache und Region > Eingabemethoden aendern > Erweiterte Einstellungen > Abkuerzungtasten der Sprachleiste aendern > Tastenkombination aendern > nicht zugewiesen > ok und übernehmen, fertig.
  • Hier gibt es im offiziellen Wiki eine Liste des Equipments, der Waffen, der Items (Energie) und der Fahrzeuge.
  • Fast schon ein wenig fortgeschritten, hier ein Video für die besten Settings ingame.

So, Interesse geweckt? 29,99 EUR auf Steam. Discord an und Go! Patches sind übrigens weiterhin geplant. Es sind immer noch einige Bugs im Spiel und es gibt Probleme mit Ping und Desync gelöst werden müssen. Neue Waffen und Fahrzeuge sind in letzter Zeit öfter gekommen und Ende 2018 soll es noch eine 4. neue Map im Schnee geben.

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Kommentare

  1. Hanni says:

    Ich glaube eine, oder DIE Motivation, ist es als letzter am Leben zu sein. Ist klar. Und egal wie gut man ist, (fast) immer auf Platz 1 wie bei Battlefield landet man glaube ich nie bei PUBG.

  2. CrAzYLuKe says:

    Klingt super, danke für die ersten ausführliche Einschätzung!
    Denke eine wirklich gute Option um die Zeit zwischen den DLCs von BF1 zu überbücken.. Hoffe des der Langzeit Spaß bei dem Game auch irgendwie gegeben ist, da man sich ja nicht wirklich etwas freispielen kann oder “Aufgaben” hat. Solange des Teamplay allerdings stimmt könnte ich darüber hinweg sehen

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